Am 15. März ist der Tag der Rückengesundheit. Da ich eine der Ansprechpartnerinnen für die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ bin, wurde ich gebeten zu diesem Anlass doch einen Gastbeitrag für diesen Blog zu schreiben. Spontan sagte ich zu. Um dann vor der Frage zu stehen: Worüber schreibe ich? Die Kampagne ist in ihrem dritten und letzten Jahr und alles andere als eine aktuelle Meldung.

Eine Frau und ein Mann machen Dehnübungen am Rastplatz.

Wie erwecke ich die Lust, meinen inneren Schweinehund vom Sofa zu bewegen?

Schonungslos könnte ich Ihnen von meinen eigenen, immer mal wieder auftretenden Rücken-Zipperlein berichten. Verspannungen durch Stress und lange Tage vor dem Computer und wenig Ausgleich. Aber sind wir doch ehrlich: Diejenigen von Ihnen, die auch betroffen sind, kennen das alles zur Genüge inklusive aller Tipps zur Vermeidung, Linderung und Heilung von Rückenbeschwerden. Die winzig kleine Gruppe derjenigen, die keinerlei Rückenprobleme kennt, klickt erst gar nicht auf den Blog-Beitrag zum Tag der Rückengesundheit….

Die Aktion Gesunder Rücken, die den Tag der Rückengesundheit Jahr für Jahr ausruft, hat in diesem Jahr getitelt: „Sie haben es in der Hand – Rückenschmerzen bieten Chancen“. Klar, meine Rückenschmerzen bieten mir die Chance die eigene Einstellung zum Schmerz zu ändern und meinen Lebensstil rückenfreundlicher zu gestalten – so steht es in der Meldung. Allein – was hindert mich? Ohne mich selbst als Rückenexpertin bezeichnen zu wollen, lehne ich mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte: Am mangelnden Wissen zum Thema liegt es nicht. Oder – wie meine Kollegin Sandra Schilling es anders ausdrückte: „Warum liegt mein innerer Schweinehund immer direkt vor dem Sofa?“

Seit dem XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014 und dem Vortrag von Frau Professor Maja Storch dort bin ich um eine Erkenntnis reicher. Allein Verhaltensänderungen anzustreben ist nicht erfolgversprechend! Gesundheitstipps zu beherzigen kann ich mir vornehmen. Mich daran zu halten wird mir nicht ohne weiteres gelingen. Nur wenn ich Lust auf Rückenprävention (oder was auch immer!) habe, schaffe ich es auch, das dazu passende Verhalten dauerhaft zu etablieren. Eine innere Motivation muss mich antreiben, dann ergibt sich rückenfreundliches Verhalten quasi von selbst. Das Würmli muss mit ins Boot! Ach so, Sie kennen womöglich das Würmli nicht. Den kleinen Strudelwurm erklärt Ihnen Frau Prof. Storch am besten selbst.

Ihr Fazit ist: Haltungsziele setzen und diese gezielt unterstützen! Gemeint ist hier zur Abwechslung natürlich nicht die Körperhaltung, wie sitze, stehe und hebe ich richtig, sondern die innere Haltung. Ändere ich diese, dann bin ich von innen heraus motiviert. Dann ist das Würmli dabei und die Zielerreichung – das nachhaltige Ändern des Verhaltens im Alltag – ein Kinderspiel! Ach ja – Frau Professor empfiehlt ergänzend dazu Erinnerungen an diese Ziele in den Alltag einzubauen. Meine Kollegin Sandra hat eine tägliche Outlook-Erinnerung an die Mittagsgymnastik eingerichtet, ich lasse mich an die Höhenverstellbarkeit meines Schreibtisches erinnern. Ganz im Sinne des Kampagnen-Mottos „Denk an mich. Dein Rücken“. Dies ist aber erst der zweite Schritt. Zunächst geht’s darum die eigene Haltung, Einstellung bzw. die eigenen Werte zu überprüfen und sich auf dieser Ebene (neue) Ziele zu setzen!

Welche innere Haltung motiviert Sie zu mehr (rücken-)gesundem Verhalten? Haben Sie Tipps für die unterstützenden Erinnerungen im Alltag?

Sehen Sie sich hier den Vortrag von Prof. Maja Storch auf dem XX. Weltkongress an.

Elke RogoskyDies ist ein Gastbeitrag von unserer Kollegin Elke Rogosky. Sie ist Mitarbeiterin im Referat Kampagnenkoordination im Stabsbereich Prävention in Sankt Augustin und – gemeinsam mit Anna-Sophia Quast aus dem Stabsbereich Kommunikation –  DGUV-Projektleiterin für die gemeinsamen Präventionskampagnen der gesetzlichen Unfallversicherung.

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