Ein Mann wirk mit einem Roboter im IFA zusammen.

Im Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) werden geeignete neue Technologien für Schutzmaßnahmen an kollaborierenden Robotern erprobt und bewertet.

In Shanghai gibt es Restaurants, in denen Roboter kochen, habe ich gelesen. Mit einer Armbanduhr stellt meine Nachbarin während ihres Urlaubs in Schottland daheim im Rheinland die Heizung hoch. Mein 75jähriger Vater lässt inzwischen einparken – sein Auto kann das ganz alleine.

Ich finde all’ das ein bisschen verrückt und faszinierend zugleich: Dinge, die über das Internet Informationen austauschen und sogar Aktionen ausführen! “Smart” nennen das die Fachleute, also intelligent. Mir kommt es vor, als wenn sich dabei die wirkliche Welt und die virtuelle Welt die Hand reichen.

Das gilt übrigens auch für den Arbeitsplatz; hier haben Automatisierung und Vernetzung ja schon lange Einzug gehalten. Für mich sind es die sogenannten kollaborierenden Roboter, die diesen Handschlag zwischen Wirklichkeit und künstlicher Intelligenz am besten symbolisieren. Sie arbeiten tatsächlich Hand in Hand, quasi auf Tuchfühlung mit ihren menschlichen Kollegen. Das klappt allerdings nur, wenn intelligente – “smarte” – Schutzsysteme sie dabei ständig im Auge behalten; so ein Zusammenstoß mit dem Metallkoloss kann sonst böse enden.

Auch die Methoden und Instrumente, mit denen wir Menschen bei der Arbeit vor Schäden bewahren, müssen also immer “smarter” werden: um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten und auch weil die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Effizienz in der Fertigung steigen.

Das ist eine wirklich spannende Aufgabe, die uns in den Forschungsinstituten der DGUV schon länger beschäftigt. “Smart” ist auch, dabei immer wieder über den eigenen Tellerrand zu blicken und von anderen zu lernen. Deshalb laden wir in diesem Jahr zu einer internationalen Konferenz nach Bonn ein. Zum Thema “Sicherheit in der Industrieautomation”: www.dguv.de/ifa/sias2015. “Smarte” Ideen willkommen!

Ina NeitznerDies ist ein Gastbeitrag von unserer Kollegin Ina Neitzner. Fr Neitzner arbeitet im Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) und leitet dort das Referat “Wissenschaftliche Kooperationen”. In ihre Zuständigkeit fällt auch die Öffentlichkeitsarbeit für das Institut. Privat schlägt ihr Herz für Tanz, Literatur und Frankreich. 

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