Ich habe den Film “GOLD – Du kannst mehr als Du denkst” nun drei Mal gesehen und bewundere jedes Mal aufs Neue die drei Hauptdarsteller: Henry Wanyoike, den blinden Marathonläufer aus Kenia, Kurt Fearnley, den Rennrollstuhlfahrer aus Australien und die Deutsche Kirsten Bruhn, vielfache Goldmedaillen-Gewinnerin im paralympischen Schwimmen.

Paralympische Schwimmerin Kirsten Bruh holt zweimal Gold und einmal Bronze bei der Europameisterschaft 2014 in Eindhoven. Bild: DBS/Müller

Bild: DBS/Müller

Am vergangenen Montag feierte Kirsten Bruhn ihren Abschied vom internationalen Wettkampf. Die am 11. August zu Ende gegangene Europameisterschaft im Schwimmen war der krönende Abschluss ihrer Karriere: Zweimal Gold und einmal Bronze hat sie in Eindhoven gewonnen.

War es denn der perfekte Karriereabschluss? “Das war es definitiv, schöner hätte es nicht sein können”, findet Kirsten. “Ich habe sogar mehr mitgenommen als erwartet. Natürlich habe ich über 100 Meter Brust und 100 Meter Rücken mit Medaillen spekuliert. Dass es dann aber zweimal Gold wird und ich auch noch über 50 Meter Freistil Bronze gewinne, damit hatte ich nicht gerechnet. Und sogar die Zeiten waren gut – das ist für mich das Sahnehäubchen.”

Bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro anzutreten, kommt für sie trotzdem nicht in Frage: “Man sollte sein Bauchgefühl nicht ignorieren – und das hat mir klar signalisiert, dass es jetzt die richtige Zeit ist, um einen Schlussstrich zu ziehen.”

Kirsten Bruhn ist eine Inspiration für viele Menschen – und keineswegs nur für Behinderte. Ihre ehrlichen Worte beweisen, dass sie aber auch „nur“ ein Mensch ist, der seine ganz persönliche Lebenserfahrung in Stärke verwandelt hat. Und umso mehr bewundere ich Kirstens sportliche Leistungen.

Das gesamte Interview mit Kirsten lesen Sie auf der Webseite des Deutschen Behindertensportverbands.

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