Herzen aus roten und rosa Rosen, verschwenderische Margeriten-Gestecke oder Liliengebinde: Am Valentinstag, dem Tag der Liebenden, darf es ruhig etwas üppiger sein. Dann greift der meist männliche Teil der Bevölkerung schon mal tiefer in die Tasche, um die Liebste mit einem floralen Geschenk zu beglücken.  Im Handel wird Mann bei der Auswahl fachkundig beraten: Rosen der Liebe oder Nelken, die für Treue stehen,  zärtliche Freesien oder sanftmütige Ranunkeln – für jede Herzensbotschaft gibt es auch die passende Blume.

Ein Rosenstrauß

Bild: Rebecca Maschke

Für die Floristen selbst gilt an diesem Tag allerdings das eher unromantische Motto „Keine Rose ohne Dornen“. Denn so erfreulich der Valentinstag für die Branche in wirtschaftlicher Hinsicht ist,  für Hände und Hautgesundheit der Floristen bedeutet dieser Tag Stress. Wieso denn das, friedfertige Tulpen sind doch keine Killertomaten, werden Sie vielleicht verwundert fragen. Ja, das stimmt natürlich. Aber Blumen stehen im Wasser, ihre Stängel und Blätter sind feucht, die Stiele rau und mit Dornen bewehrt. Wer häufiger mal zu Hause den Abwasch macht, weiß was das bedeutet: Die Haut an den Händen quillt auf und fühlt sich nach dem Trocknen rau und spröde an, kleine Verletzungen schmerzen. Genau dieses Problem haben Floristen häufig auch. Durch den ständigen Kontakt mit Feuchtigkeit ist die Haut extrem gestresst. Stiche durch spitze Nadeln und Dornen, Messer oder Blumendraht sind schmerzhaft und können sich schnell entzünden. Gar nicht zu reden von Hautbelastungen durch Kontaktallergien, die durch die Bestandteile einiger Pflanzen, zum Beispiel Primeln oder Chrysanthemen, ausgelöst werden können.

Häufig ist es aber so, dass Probleme mit der Haut von den Betroffenen erst einmal nicht so richtig wahrgenommen werden: Die juckende oder raue Stelle an der Hand – das wird schon wieder weggehen, denken sich viele. Aber meist passiert das nicht, die Stelle wird immer größer. Und wenn der Betroffene dann zum Hautarzt geht, ist oft schon  ein ausgewachsenes Ekzem da und die Behandlung wird langwierig und schwierig.

Deshalb sollten Hautprobleme nicht auf die lange Bank geschoben werden. Zum Hautarzt gehen und seine Haut konsequent schützen, das ist der richtige Weg. Denn geeignete Handschuhe, eine milde Hautreinigung und die konsequente Verwendung von Hautpflegecremes können Wunder bewirken. Und auch für den Chef rechnet es sich: Denn ein Mitarbeiter, der durch Hautekzeme oder Allergien längere Zeit ausfällt, kommt den Betrieb teurer als Handschuhe oder Hautschutzmittel.

Aber es sind nicht nur die Floristen, die besonders auf ihre Haut achten müssen. Auch in anderen Branchen ist die Haut ständigen Belastungen ausgesetzt, zum Beispiel auf dem Bau, in der Nahrungsmittelindustrie oder in der Metallverarbeitung.  Deshalb denken Sie am  Valentinstag nicht nur an Ihre Liebsten, sondern auch an Ihre Haut!

Siegrid BeckerDies ist ein Gastbeitrag von Siegrid Becker, Pressereferentin bei der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik.

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