Fast täglich erreichen mich Anrufe von Betrieben, die sich um ihre im Ausland tätigen Arbeitskräfte sorgen: “Was ist zu tun, wenn dort ein Arbeitsunfall passiert? Was kann ich als Arbeitgeber schon im Vorfeld für die Absicherung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun?”

Die verantwortlichen Ansprechpartner der Verbindungsstelle der gesetzlichen Unfallversicherung im Frühjahr 2014 (v.l.n.r.): Heinrich Baska (BG Verkehr), Christine Mahler (BGN), Cornelia Kosmala (BGHW), Peter Schwake (BG RCI Bochum), Lili Monaco (BG RCI Heidelberg), Uta Scheufler (BGN), Helmut Maxeiner (DGUV), Werner Riedel (BG BAU), Matthias Hauschild (DGUV), Peter Cermak (BG Verkehr), Ute Paschukat (BG RCI Heidelberg). Bild: BGN/Saskia Nagel

Die verantwortlichen Ansprechpartner der Verbindungsstelle der gesetzlichen Unfallversicherung im Frühjahr 2014 (v.l.n.r.): Heinrich Baska (BG Verkehr), Christine Mahler (BGN), Cornelia Kosmala (BGHW), Peter Schwake (BG RCI Bochum), Lili Monaco (BG RCI Heidelberg), Uta Scheufler (BGN), Helmut Maxeiner (DGUV), Werner Riedel (BG BAU), Matthias Hauschild (DGUV), Peter Cermak (BG Verkehr), Ute Paschukat (BG RCI Heidelberg).
Bild: BGN/Saskia Nagel

Andere Firmen mit Sitz im Ausland möchten wissen, ob die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die nur in Deutschland für sie arbeiten, auch hier unfallversichert sind und wer dafür zuständig ist.

Oder Fragen der Leistungserbringer hier in Deutschland, wie zum Beispiel: “Es geht um einen bulgarischen Staatsangehörigen, der behauptet in Malta versichert zu sein. Können Sie uns weiterhelfen? Wer bezahlt denn in einem solchen Fall unsere Behandlung?”

Was muss beachtet werden…? Welche Unterlagen sind erforderlich…?

Bei Fragen wie diesen hilft die Verbindungsstelle (Deutsche Verbindungsstelle Unfallversicherung – Ausland, kurz: DVUA) gerne weiter. Einen besonderen Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die aushilfsweise medizinische Versorgung von im Ausland versicherten Personen, die während ihres vorübergehenden Aufenthalts in Deutschland einen Arbeitsunfall erlitten haben. Hier übernimmt die Verbindungsstelle von der Steuerung des Heilverfahrens bis zur Kostenabrechnung mit dem ausländischen Träger die komplette Sachbearbeitung.

Das Team der Verbindungsstelle ist bei der DGUV und an weiteren sieben Standorten bei sechs gewerblichen Berufsgenossenschaften mit knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig. Dabei erledigt die Zentrale bei der DGUV in erster Linie die Grundsatzarbeit, wozu u.a. die Sicherstellung der einheitlichen Rechtsanwendung und die  Zusammenarbeit mit Ministerien und Europäischer Kommission gehören. Die übrigen Standorte kümmern sich um die Einzelfallbearbeitung im Verhältnis zu bestimmten Staaten.

Eine Liste mit den Ansprechpersonen und Kontaktdaten kann dem Internetangebot der Verbindungsstelle entnommen werden. Außerdem steht dort seit kurzem auch ein Katalog mit Antworten auf die häufigsten Fragen aus dem Bereich der Verbindungsstelle und des koordinierenden Sozialrechts zur Verfügung.

Teil des ausführenden EU-Sozialrechts und der bilateralen Abkommen zu sein macht  den Reiz meiner täglichen Arbeit aus. Hier erlebe ich tagtäglich, wie grenzüberschreitendes Arbeiten zunimmt und Europa und die Welt zusammenwachsen.

Internetangebot der Verbindungsstelle

Kontaktadressen

Liste der FAQs

Matthias HausschildDies ist ein Gastbeitrag von Matthias Hauschild, der seit 2013 im Referat Verbindungsstelle, koordinierendes über- und zwischenstaatliches Recht der DGUV arbeitet. Zuvor war er bei der Deutschen Rentenversicherung im über- und zwischenstaatlichen Bereich tätig. Ausgleich im Privaten verschafft ihm die Familie mit Zwillingen sowie Joggen und Jazz.

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Eine Antwort auf Fragen zu grenzüberschreitenden Sachverhalten? Die Verbindungsstelle hilft!

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