Als ich am Bahnhof ankomme, ist es dunkel und es regnet. Ich laufe die Straße hinunter. Der Gehweg ist akkurat gepflastert. Links und rechts säumen Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten den Weg. Zwei Spaziergänger kommen mir mit ihrem Hund entgegen. Dann erreiche ich die nächste Kreuzung. Und da steht es –das Verkehrshinweisschild zur DGUV. Ja, denke ich, hier bin ich richtig!

Ich bin zum ersten Mal in Sankt Augustin – zur Einführungsveranstaltung für die neuen Mitarbeiter. Auf dem Programm steht neben einer Vielzahl von Informationsvorträgen auch ein Besuch des IFAs, dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Darauf bin ich besonders gespannt.

Ein Mann fährt eine virtuelle Teleskoparbeitsbühne. Er trägt dabei eine Virtual-Reality(VR)-Brille.

Keine trockene Arbeitsschutztheorie im IFA: Hier kann man mithilfe Virtual Reality Arbeitssysteme testen. Bild: DGUV

Und tatsächlich, die Führung durch das IFA ist ein Highlight für mich. Hier kann man sehen, dass Arbeitsschutz keineswegs trockene Theorie, sondern Grundlage all dessen die Forschung ist. Das IFA hält viele spannende Räume bereit, hinter denen sich je eigene Forschungsbereiche verbergen. In der Virtual Reality können wir zum Beispiel mit 3D-Brillen einen Hubwagen manövrieren oder im Schallraum völlige Stille erleben. Mit beeindruckender Begeisterung erzählen uns die Mitarbeiter von ihren Forschungsvorhaben. Wären wir nicht zeitlich gebunden gewesen, hätten uns viele sicher gern noch mehr aus ihrer Welt erzählt.

Was ich besonders aus meinem Besuch in St. Augustin mitnehme, ist die Leidenschaft der Mitarbeiter für ihre Arbeit. Arbeitsschutz ist tatsächlich nicht nur ein Beruf. Für viele hier, das ist spürbar, ist es eine Lebensaufgabe.

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