Viele, die heute etwas auf sich halten, orakeln über die Zukunft. Sie tun das mehr oder minder fundiert; immer aber stoßen sie auf offene Ohren und Münder. Denn Zukunftsprognosen und damit verbundene Forschung sind „in“. Wir alle wollen doch wissen, wohin die Reise geht und was wir dafür einpacken müssen.

Titelseite der DGUV Broschüre: Der Mensch im Mittelpunkt - Prioritäten für den Arbeitsschutz von morgen (DGUV/saatwerk.de)

Der Mensch im Mittelpunkt – Prioritäten für den Arbeitsschutz von morgen. Eine Broschüre der DGUV. (DGUV/saatwerk.de)

So manche „Vision“ erfüllt damit primär den Zweck, Aufmerksamkeit um der Aufmerksamkeit Willen zu erregen. Getreu dem Motto: Dann wissen wir das und können mitreden!

Beschäftigung mit der Zukunft kann aber tatsächlich Rüstzeug liefern für das, was kommt. Vor allem wenn es darum geht, Menschen zu schützen, ist das ein wichtiger Ansatz. Das gilt auch und ganz besonders für den Arbeitsschutz.

Zugegeben, Arbeitsschutz funktioniert immer mal wieder nach dem „Kind-im-Brunnen-Prinzip“. Oft sind es erst Unfälle und gesundheitliche Beschwerden, die die Prävention auf den Plan rufen. Dann ist belegt: Hier gibt es ein Problem, und das lösen wir jetzt – im Nachklapp sozusagen.

Damit das anders wird, hat die DGUV ein Risikoobservatorium installiert. Das hat 400 Präventionsfachleute der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gefragt: Welche Veränderungen in der Arbeitswelt bergen denn nun das größte Risikopotenzial? Und um auf Nummer Sicher zu gehen, hat man die Antworten auch gleich noch 700 Arbeitsschutzverantwortlichen in Betrieben und Einrichtungen vorlegt, die das Ergebnis bestätigten: Zehn besonders wichtige Handlungsfelder für die Prävention der kommenden Jahre!

Eine Kollage aus Symbolen für Zeit und Geschwindigkeit versinnbildlicht die Licht- und Schattenseiten von Mobilität (DGUV/saatwerk.de)

Licht- und Schattenseiten der Mobilität (DGUV/saatwerk.de)

Jetzt sind Sie neugierig? Zurecht! Denn die To-do-Liste enthält Erwartetes weil Vieldiskutiertes, aber auch Altbekanntes und eigentlich Erledigt-Geglaubtes und ein paar Überraschungen, die man im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Unfallversicherung nicht auf dem Zettel hatte. Schauen Sie einfach mal hier

http://www.dguv.de/ifa/fachinfos/arbeiten-4.0/risikobeobachtung/index.jsp.

P.S.: Zu jedem Thema gibt es übrigens bereits konkrete Präventionsvorschläge, die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Dachverband die Präventionsarbeit erleichtern sollen. Dann wissen wir das und können handeln!

Über die TOP 10 werden wir in diesem Blog in loser Folge berichten.

 

Die Autorin dieses Beitrags ist Ina Neitzner. Sie leitet das Referat Wissenschaftliche Kooperationen am Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA)

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